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Erlebnisbericht einer Teilnehmerin
Für mich gingen die elf Tage Tipilager ziemlich schnell vorbei. Das ist alles super Erlebnissen, netten Leitern und Kindern zu verdanken. An dieser Stelle auch ein Kompliment an die Küche.
Die meisten Tage verliefen so, dass wir nach einem einstündigen Frühstücksbuffet an der Morgenversammlung etwas sangen und dann den Morgen in den Clans verbrachten. Dazu später mehr. Nach dem Zmittag hatten wir bis zum Zvieri Freizeit, in der wir so ziemlich machen konnten, was wir wollten. Kalt duschen, im Bach baden, lesen, faulenzen etc. Für den Nachmittag konnten wir aus verschiedenen Angeboten auswählen, so genannten Ateliers. Ein paar Beispiele später. Die Ateliers dauerten meistens bis zum Znacht und wenn nicht, hatten wir bis dahin noch Freizeit. Nach dem Znacht war meistens ein Beisammensein am Feuer mit Liedern, Geschichten und/oder Spielen an der Reihe. Die Nacht verbrachten wir in den gemütlichen Tipis, in denen wir bei gutem Wetter auch Feuer machen konnten, oder man konnte auch draussen schlagen. Doch diese Möglichkeit nahmen nicht viele wahr. In den fünf ãKinderÒ-Tipis Blasio-, Mondzyklen-, Pferde-, Tiere- und Träumertipi schliefen je acht bis neun Kinder und es waren je zwei Leiter dafür zuständig.
Nun zu den Clans. Es gab vier davon: der Büffelclan im Norden mit der Farbe Weiss, der Adlerclan im Osten mit der Farbe Gelb, der Schildkrötenclan im Süden mit der Farbe Rot und zum Schlangenclan im Westen gehörte die Farbe Schwarz. Jeder Clan hatte zwei Leiter, mit denen man den Morgen verbrachte. Im Clanprogramm gab es zwei rote Fäden: Zum einen die Biodiversität, über die wir sehr viel lernten und erfuhren, und zum anderen unsere Krafttiere. Diese fanden wir während einer geführten Trommelreise, in der wir eben unseren Krafttieren begegneten. Wir fertigten dann Gipsmasken an, welche wir mit Gips, Papiermachee, viel Farbe und Geduld in unsere Krafttiere ãverwandeltenÒ Wir studierten in den Clans auch kleine Theater ein, welche wir am Abschlussabend aufführten. Den Anfang dieser Darbietungen machte der Adlerclan mit einem kleinen Tanz und dem Zeigen der Tierverhalten. Danach führte der Schildkrötenclan ein Theater über farbige Schildkröten auf und sang ein Lied. Später räucherte der Schlangenclan alle Kinder ein, spielte einen Dialog zwischen einem Hund und einem Drachen und offerierte Tee. Zum Schluss führte der Büffelclan zwei Szenen mit einem Erzähler auf.
Nebst der Krafttiersuche im Clan beeindruckte mich am Meisten die freiwillige ãNamenssucheÒ in einem Atelier, das für ältere Kinder angeboten wurde. Denn das Krafttier und der ãrichtigeÒ Name sagen sehr viel über einen Menschen, seine Lebenseinstellung und seinen Lebensweg aus.
Als Atelier wurde auch Reiten angeboten oder Pilzsammeln, ein Kräuterspaziergang, Holzen, eine schöne Gebetsfeder herstellen oder ein Lederstirnband anfertigen. Vielfach konnte man auch einfach etwas basteln.
Eine Wanderung am drittletzten Tag führte uns zuerst auf den Col du Pillon und dann noch weiter hinauf an den Lac de Retaud, der eine sehr erfrischende Temperatur hatte.
Alles in allem waren es sehr informative, spannende, lehrreiche, witzige, spassige, coole... zwei Wochen im Indianerlager, im denen wir eben auch vieles über die Prärieindianer erfuhren.
Natalie J. (14 Jahre)
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