Informationen zum Projekt OCETI
Was bedeutet OCETI?
OCETI steht für die Feuerstelle der Plains- und Prärie-Indianer. Es ist das Zentrum der Gemeinschaft, wo man sich trifft, um zu diskutieren, zu beraten, zu kochen und zu spielen. OCETI steht auch für das Ratsfeuer. Als solches ist es der Ort, wo wichtige Entscheide gefällt werden.
Zielsetzungen
Soziale Kompetenz erfahren und erlernen
Teamgeist und Kommunikationsfähigkeit gehören heute zu den Schlüsselqualifikationen. Das Zusammenleben und die Auseinandersetzung mit anderen Kulturen müssen ebenso erlernt werden wie das ethische und demokratische Verhalten in der Gesellschaft und der selbstbewusste Umgang mit Gewalt und Sucht.
Teil einer Gemeinschaft sein
Teil einer Gemeinschaft zu sein ist ein Grundbedürfnis. Wer sich von anderen respektiert und geachtet fühlt, reagiert mit gestärktem Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen. Das wiederum führt zu einer natürlichen Lern- und Leistungsbereitschaft und zu Eigenmotivation. Das Projekt OCETI schafft Raum für aufbauende zwischenmenschliche Erfahrungen.
Eine eigene Kultur schaffen
OCETI setzt hier mit seiner Einladung an. Das Projekt ermöglicht es Lehrpersonen, zusammen mit ihren Schülerinnen und Schülern, eine eigene, gemeinschaftsbildende und sinnstiftende Klassenkultur zu schaffen - etwas Besonderes, das den Umgang miteinander nachhaltig prägt und die immer wiederkehrende Alltagsroutine durchbricht. Indianische Kultur und Geschichte dienen dabei als Brücke.
Was kann uns eine indianische Kultur bieten?
Mit den Plains- und Prärieindianern repräsentiert OCETI eine Kultur, die in der Regel nicht in den Schweizer Klassenzimmern vertreten ist. Insofern befindet sich das Projekt, was die kulturelle Vermittlungsarbeit betrifft, auf neutralem Boden. Es ermöglicht einen unbelasteten und kreativen Zugang zu anderen Kulturen und Traditionen sowie zu grundlegenden Themen unseres Alltags, wie Religion, Identität, Ethik und Moral.
Die nordamerikanischen Ur-Einwohner haben, allen Prognosen zum Trotz, nicht nur physisch sondern auch kulturell überlebt. Heutige Indianer sind stolz auf ihre Herkunft und ihr kulturelles Erbe. Von den Problemen einer modernen Gesellschaft sind sie jedoch ebenso betroffen wie wir. Ob Rassismus und Diskriminierung, Alkoholismus und Drogenprobleme, sexuelle Übergriffe, Gewalt in der Familie oder Jugendkriminalität, jedes ist auch ein Thema indianischer Gesellschafen. Ihre Formen der Problembewältigung sind jedoch auffallend anders.
OCETI konkret
Der Lagerplatz befindet sich auf der Alp Reusch bei Gsteig (nähe Gstaad) im Berner Oberland. Der Standort auf einer weitläufigen Alplichtung im Bergwald, umgeben von einer imposanten Bergkulisse, wird von einem Gletscherwasser gespeisten Bach durchquert. Der Ort ist ideal für elementare Naturerlebnisse. Das Lagerleben findet im und um das Tipi herum statt. Die Zelte, die in der Werkstatt des Vereins tipilager-ch gefertigt und nach eigenen Entwürfen bemalt werden, gehören zu den schönsten Tipis diesseits des Atlantiks. Jedes bietet Platz für acht bis zwölf Personen.
Zum festen Bestandteil des Lagers gehört eine mobile Feldküche mit Gas- oder Holzbefeuerung und komfortabler Arbeitsausstattung. Als Notunterkunft und Stützpunkt dient die in unmittelbarer Nähe gelegene Alphütte mit fest eingerichteten Kajütenbetten, beheizbarer Garderobe zum Trocknen der Kleider, WC, Waschplatz, Aufenthaltsraum, Materiallager und anderen Einrichtungen, die den Arbeitsalltag erleichtern und für einen reibungslosen Betrieb sorgen.
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